Wann Vitamin D sinnvoll ist
Wenn wenig Sonne auf die Haut trifft
- In den Wintermonaten (Oktober–März) reicht die Sonnenstrahlung in Mitteleuropa meist nicht aus, um genug Vitamin D zu bilden.
- Menschen, die viel in Innenräumen arbeiten, verschleiert sind oder Sonnencreme mit hohem LSF nutzen, bilden ebenfalls weniger.
Bei nachgewiesenem Mangel
Ein Bluttest beim Arzt misst den sogenannten 25(OH)-Vitamin-D-Wert.- Optimal: 40–60 ng/ml (100–150 nmol/l)
- Mangel: unter 20 ng/ml (50 nmol/l)
- Schwerer Mangel: unter 10 ng/ml (25 nmol/l)
Bei einem Mangel kann eine gezielte Supplementierung (nach ärztlicher Rücksprache) sehr sinnvoll sein.
Für Risikogruppen
Einige Menschen haben ein höheres Risiko für einen Vitamin-D-Mangel:- Ältere Menschen (geringere Hautsynthese) Menschen mit dunkler Hautfarbe (mehr Melanin → weniger Vitamin-D-Bildung)
- Personen mit chronischen Erkrankungen (z. B. Darmerkrankungen, Leber-, Nierenprobleme)
- Schwangere und Stillende Veganer:innen (da tierische Quellen wegfallen)
Wie viel Vitamin D ist sinnvoll?
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) und die DGE empfehlen:- 800 I.E. (20 µg) täglich als Richtwert für Erwachsene, wenn keine ausreichende Eigenbildung durch Sonne erfolgt.
In speziellen Fällen (z. B. starkem Mangel) kann der Arzt deutlich höhere Dosen verordnen – aber das gehört unter ärztliche Kontrolle, um Überdosierungen zu vermeiden.