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Morbus Crohn

Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlung

Morbus Crohn – Ursachen, Symptome, Diagnose und Behandlung


Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die den gesamten Magen-Darm-Trakt betreffen kann – von der Mundhöhle bis zum After. Meist sind jedoch Dünndarm (vor allem das terminale Ileum) und Dickdarm betroffen. Die Erkrankung verläuft in der Regel schubweise, ist nach aktuellem Stand nicht heilbar, aber mit modernen Therapien gut behandelbar.

Im Folgenden erhalten Sie einen umfassenden Überblick über Ursachen, Symptome, Diagnose, Therapie und den Alltag mit Morbus Crohn.


Was ist Morbus Crohn?

Morbus Crohn gehört zu den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED). Charakteristisch ist eine transmurale Entzündung, die alle Wandschichten des Darms betreffen kann. Im Gegensatz zur Colitis ulcerosa, die auf den Dickdarm begrenzt ist, kann Morbus Crohn segmental im gesamten Verdauungstrakt auftreten.

Typisch sind sogenannte Skip-Läsionen: entzündete Darmabschnitte liegen zwischen völlig gesunden Bereichen. Dies erschwert Diagnostik und Therapie, ist aber ein wichtiges Merkmal der Erkrankung.


Ursachen & Risikofaktoren

Die exakte Ursache von Morbus Crohn ist bislang nicht vollständig geklärt. Man geht von einem Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, Immunreaktionen, Umweltfaktoren und Veränderungen des Mikrobioms aus.

1. Genetische Veranlagung

  • Morbus Crohn tritt familiär gehäuft auf.
  • Erstgradige Angehörige von Betroffenen haben ein deutlich erhöhtes Erkrankungsrisiko.
  • Bestimmte Genvarianten (z. B. NOD2/CARD15) stehen im Zusammenhang mit der Krankheit.

2. Fehlgeleitete Immunreaktion

Das Immunsystem reagiert bei Morbus Crohn übermäßig stark auf eigentlich harmlose Bakterien und Bestandteile der Nahrung im Darm. Diese Daueraktivierung des Immunsystems führt zu einer chronischen Entzündung der Darmwand.

3. Umweltfaktoren

  • Rauchen ist ein wichtiger Risikofaktor – sowohl für die Entstehung als auch für schwerere Verläufe.
  • Ein westlicher Lebensstil mit viel Fett, Zucker und hochverarbeiteten Lebensmitteln wird diskutiert.
  • Hygiene- und Umwelteinflüsse könnten ebenfalls eine Rolle spielen.

4. Veränderungen des Mikrobioms

Das Darmmikrobiom besteht aus Milliarden von Bakterien, die wichtige Aufgaben für Verdauung, Stoffwechsel und Immunsystem übernehmen. Bei Morbus Crohn zeigt sich häufig ein verändertes Gleichgewicht dieser Darmflora, was entzündliche Prozesse begünstigen kann.

Typische Symptome von Morbus Crohn


Die Beschwerden können je nach betroffenem Darmabschnitt sehr unterschiedlich sein. Viele Betroffene erleben Phasen mit wenigen oder gar keinen Symptomen (Remission) und akute Schübe mit ausgeprägten Beschwerden.

Gastrointestinale Symptome

  • Chronische Bauchschmerzen, häufig im rechten Unterbauch
  • Durchfälle, teilweise mehrmals täglich, mit Schleim oder Blut
  • Gewichtsverlust durch verminderte Nahrungsaufnahme und Resorptionsstörungen
  • Fieber, besonders in akuten Schüben
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Blähungen, Völlegefühl, Krämpfe

Komplikationen im Magen-Darm-Trakt

  • Fisteln: unnatürliche Verbindungsgänge, z. B. zwischen Darm und Haut oder zwischen Darmabschnitten
  • Abszesse: Eiteransammlungen im Bauchraum oder im Bereich des Afters
  • Stenosen: narbige Verengungen des Darms, die zu Passageproblemen, Koliken und Darmverschluss führen können
  • Mangelernährung durch eingeschränkte Nährstoffaufnahme

Extraintestinale Manifestationen

Morbus Crohn kann auch Organe außerhalb des Verdauungstrakts betreffen:

  • Gelenke: Entzündungen (Arthritis), Rückenschmerzen
  • Augen: Entzündungen wie Uveitis oder Episkleritis
  • Haut: z. B. Erythema nodosum (schmerzhafte, rötliche Knoten an den Unterschenkeln)
  • Leber und Gallenwege: z. B. entzündliche Veränderungen der Gallenwege

Diagnose von Morbus Crohn


Die Diagnose basiert auf einer Kombination aus Gespräch, Untersuchungen, Laborwerten, Endoskopie und Bildgebung.

1. Anamnese & körperliche Untersuchung

  • Ausführliches Gespräch über Dauer und Art der Beschwerden
  • Fragen nach Gewichtsverlauf, Fieber, familiärer Belastung
  • Körperliche Untersuchung mit Abtasten des Bauchs, Kontrolle von Afterregion und Haut

2. Blut- und Stuhluntersuchungen

  • Entzündungswerte (z. B. CRP, BSG) zur Einschätzung der Krankheitsaktivität
  • Blutbild zur Erkennung von Blutarmut (Anämie) oder Mangelzuständen
  • Leberwerte und weitere Laborparameter
  • Stuhluntersuchung auf Krankheitserreger und Calprotectin (Entzündungsmarker im Stuhl)

3. Endoskopie

Die Koloskopie (Darmspiegelung) ist ein wichtiges Diagnoseverfahren.

  • Direkte Sicht auf Darmschleimhaut von Dickdarm und terminalem Dünndarm
  • Entnahme von Biopsien für die feingewebliche Untersuchung
  • Typische Befunde: Pflastersteinrelief, Ulzerationen, segmentale Entzündungen

4. Bildgebende Verfahren

  • MRT (z. B. MRT-Enterographie/MRT-Sellink) zur Beurteilung des Dünndarms und von Fisteln
  • Ultraschall des Bauchs zur Darstellung verdickter Darmabschnitte und Abszesse
  • CT in Notfällen, etwa bei Verdacht auf Darmverschluss oder schwere Komplikationen

Therapie & Behandlungsmöglichkeiten


Morbus Crohn ist derzeit nicht heilbar, aber seine Aktivität kann mit Medikamenten und Lebensstilmaßnahmen oft gut kontrolliert werden. Die Behandlung wird individuell auf den Schweregrad, die Lokalisation und den Verlauf abgestimmt.

1. Medikamentöse Therapie

Akuttherapie (Schubbehandlung)

  • Kortikosteroide (z. B. Budesonid, Prednisolon) zur raschen Entzündungshemmung
  • Ziel ist es, die Symptome eines Schubs schnell zu lindern und die Entzündung zurückzudrängen.

Erhaltungstherapie

Um die beschwerdefreien Phasen (Remission) möglichst lange zu erhalten, kommen häufig folgende Medikamente zum Einsatz:

  • Immunsuppressiva wie Azathioprin oder Methotrexat
  • Biologika (z. B. Anti-TNF-Antikörper wie Infliximab, Adalimumab)
  • Weitere moderne Antikörpertherapien (z. B. Vedolizumab, Ustekinumab)
  • Je nach Verlauf auch JAK-Inhibitoren in bestimmten Situationen

Welche Therapie im Einzelfall sinnvoll ist, entscheidet die behandelnde Fachärztin bzw. der Facharzt für Gastroenterologie.

2. Ernährungstherapie

Eine einheitliche „Crohn-Diät“ gibt es nicht. Ernährung sollte immer individuell angepasst werden.

  • Während eines Schubs: oft leichte, gut verträgliche Kost oder vorübergehend enterale Ernährung (Sondennahrung/Trinknahrung)
  • Ausgleich von Mangelzuständen (z. B. Vitamin B12, Eisen, Folsäure, Vitamin D, Zink)
  • Beobachtung, welche Lebensmittel individuell Beschwerden auslösen, und Anpassung des Speiseplans

3. Chirurgische Eingriffe

Operationen können notwendig werden, wenn Komplikationen auftreten oder Medikamente nicht ausreichend helfen.

  • Behandlung von Stenosen (Verengungen), etwa durch Entfernung betroffener Darmabschnitte
  • Sanierung von Fisteln und Abszessen
  • Bei drohendem oder eingetretenem Darmverschluss (Ileus)

Ziel chirurgischer Eingriffe ist in der Regel, möglichst viel Darm zu erhalten. Auch nach einer Operation ist eine weiterführende medikamentöse Therapie wichtig, um neue Schübe zu vermeiden.

Leben mit Morbus Crohn


Morbus Crohn begleitet Betroffene meist ein Leben lang. Dennoch können viele Patientinnen und Patienten mit der richtigen Therapie und Anpassungen im Alltag ein aktives und weitgehend normales Leben führen.

Tipps für den Alltag

  • Regelmäßige ärztliche Kontrollen, um Krankheitsaktivität und Therapieerfolg zu überwachen
  • Nichtrauchen: Rauchstopp ist eine der wichtigsten Maßnahmen zur Verbesserung des Verlaufs
  • Stressreduktion durch Entspannungstechniken (z. B. Yoga, Meditation, Atemübungen)
  • Individuell verträgliche Ernährung, ggf. Ernährungstagebuch zur Identifikation von Triggern
  • Ausreichend Bewegung und Schlaf zur Unterstützung des Immunsystems und Wohlbefindens

Psychische Belastung

Eine chronische Erkrankung wie Morbus Crohn kann emotional sehr belastend sein. Ängste vor Schüben, Unsicherheit im Alltag und soziale Einschränkungen sind häufige Themen.

  • Psychologische Unterstützung kann helfen, mit der Erkrankung besser umzugehen.
  • Selbsthilfegruppen bieten Austausch mit anderen Betroffenen.
  • Offene Gespräche mit Familie, Freundeskreis und Arbeitgebern können Entlastung schaffen.

Prognose

Der Verlauf von Morbus Crohn ist individuell sehr unterschiedlich. Einige Betroffene haben nur seltene und milde Schübe, andere leiden unter häufigen Rückfällen und Komplikationen. Moderne Medikamente und ein strukturierter Behandlungsplan haben die Prognose in den letzten Jahren deutlich verbessert.

Ziel der Therapie ist es, Schübe zu verhindern oder zu mildern, Komplikationen zu vermeiden und die Lebensqualität langfristig zu erhalten.


Wichtiger Hinweis

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Wenn Sie den Verdacht haben, an Morbus Crohn oder einer anderen Darmerkrankung zu leiden, wenden Sie sich bitte an eine Fachärztin oder einen Facharzt für Gastroenterologie.

Ernährung bei Morbus Crohn


Die richtige Ernährung kann bei Morbus Crohn viel bewirken: Sie kann den Darm entlasten, Symptome lindern und Mangelzustände verhindern. Eine allgemeingültige „Crohn-Diät“ gibt es jedoch nicht – du solltest immer individuell testen, was dir guttut.

Grundprinzipien

  • Sanft, leicht verdaulich und möglichst entzündungsarm
  • Kleine, häufige Mahlzeiten statt großer Portionen
  • Viel trinken – stilles Wasser, Kräutertees, leichte Brühen
  • Individuelle Trigger-Lebensmittel meiden

Ernährung in einem akuten Schub

Während eines Schubs ist der Darm sehr empfindlich. Dann helfen besonders:

  • Haferbrei, Zwieback, Toast, Reis, Nudeln, Kartoffeln
  • Gedünstetes oder püriertes Gemüse (z. B. Karotten, Zucchini)
  • Mageres Fleisch oder Fisch – gekocht oder gedünstet
  • Bananen, Apfelmus statt rohem Obst
  • Milchprodukte nur, wenn verträglich
  • Meiden: Rohkost, Hülsenfrüchte, fettige Speisen, Alkohol, scharfe Gewürze

Ernährung in der beschwerdefreien Phase (Remission)

In ruhigen Phasen kannst du oft wieder mehr essen – aber weiterhin darmfreundlich:

  • Vollwertige, entzündungsarme Ernährung
  • Omega-3-Fettsäuren (z. B. LeinölWalnüsse)
  • Gut verträgliche Ballaststoffe (Haferflocken, geschälte Früchte)
  • Fermentierte Lebensmittel wie Joghurt oder Kefir (nur nach Verträglichkeit!)
  • Weniger Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel

Wichtige Nährstoffe im Blick behalten

Bei Morbus Crohn kommt es häufig zu Vitamin- oder Mineralstoffmängeln. Lass regelmäßig deine Werte checken, besonders:

Was vielen nicht guttut

  • Alkohol
  • Koffein in größeren Mengen
  • Scharfe Gewürze
  • Sehr fettiges Essen
  • Viel Zucker oder Fast Food
  • Kohl, Zwiebeln, Paprika (individuell!)

Praktische Tipps

  • Führe ein Ernährungstagebuch, um Trigger zu erkennen.
  • Bevorzuge schonende Zubereitung: Dünsten, Kochen, Backen.
  • Iss langsam und kaue gründlich.
  • Teste neue Lebensmittel in kleinen Mengen.

Wichtig

Die Ernährung kann Morbus Crohn positiv beeinflussen, ersetzt aber keine medizinische Behandlung. Bei starken Beschwerden, Mangelzuständen oder unklarer Verträglichkeit solltest du unbedingt ärztlichen Rat oder eine ernährungsmedizinische Beratung einholen.

Was kann im schlimmsten Fall bei Morbus Crohn passieren?


Morbus Crohn verläuft bei vielen Betroffenen vergleichsweise stabil, doch im schlimmsten Fall kann die Erkrankung zu schweren Komplikationen führen. Diese treten nicht bei jedem auf, sind aber wichtig zu kennen, um frühzeitig gegenzusteuern.

1. Darmverschluss (Ileus)

Durch entzündlich bedingte Verengungen (Stenosen) kann der Darm vollständig blockieren. Ein Ileus ist ein medizinischer Notfall, der meist operativ behandelt werden muss.

2. Fisteln

Morbus Crohn kann zu unnatürlichen Verbindungsgängen zwischen Darm und anderen Organen führen – zum Beispiel Blase, Haut oder Vagina. Fisteln können schmerzhaft, infektiös und schwer zu behandeln sein.

3. Abszesse

Entzündete Darmabschnitte können zu Eiteransammlungen führen. Abszesse verursachen starke Schmerzen, Fieber und müssen oft chirurgisch oder interventionell behandelt werden.

4. Schwere Mangelernährung

Da der Darm nicht mehr genügend Nährstoffe aufnehmen kann, kann es zu erheblichem Gewichtsverlust, Vitaminmangel und Energiemangel kommen. In manchen Fällen ist künstliche Ernährung notwendig.

5. Darmperforation

Eine der seltensten, aber gefährlichsten Komplikationen ist das Aufreißen der Darmwand. Dabei gelangt Darminhalt in die Bauchhöhle – es entsteht eine lebensbedrohliche Bauchfellentzündung.

6. Erhöhtes Krebsrisiko

Langanhaltende, unbehandelte Entzündungen im Darm erhöhen das Risiko für Darmkrebs. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind daher essenziell.

7. Massive Lebensqualitätseinschränkung

Häufige Schübe, Fatigue, Schmerzen, soziale Isolation und psychische Belastungen können den Alltag stark beeinträchtigen, wenn die Erkrankung schlecht kontrolliert ist.

8. Folgen außerhalb des Darms

Morbus Crohn kann auch andere Organe schwer betreffen:

  • Gelenkentzündungen bis hin zu dauerhaften Schäden
  • Augenentzündungen (Uveitis), die unbehandelt zu Sehverlust führen können
  • Leber- und Gallenerkrankungen
  • Hauterkrankungen wie schmerzhafte Knoten oder Geschwüre

Wichtig zu wissen

Diese Komplikationen sind nicht der Normalfall und treten am ehesten auf, wenn die Erkrankung unbehandelt bleibt oder sehr schwer verläuft. Mit moderner Therapie, regelmäßigen Kontrollen und einer guten Abstimmung mit Fachärztinnen und Fachärzten lassen sich schwere Verläufe heute häufig verhindern.

Was ist der Auslöser für Morbus Crohn?


Der genaue Auslöser von Morbus Crohn ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Fachleute gehen davon aus, dass mehrere Faktoren zusammenwirken. Die Erkrankung hat daher keinen einzelnen „Auslöser“, sondern entwickelt sich durch ein Zusammenspiel verschiedener Einflüsse.

1. Genetische Veranlagung

Menschen mit bestimmten Genveränderungen – etwa im NOD2/CARD15-Gen – haben ein höheres Risiko, Morbus Crohn zu entwickeln. Auch familiäre Häufungen sind typisch.

2. Fehlgesteuertes Immunsystem

Das Immunsystem reagiert übermäßig und dauerhaft auf eigentlich harmlose Darmbakterien. Dadurch kommt es zu einer chronischen Entzündung der Darmwand.

3. Ungleichgewicht im Darmmikrobiom

Eine veränderte Zusammensetzung der Darmflora kann Entzündungen begünstigen und das Immunsystem fehlsteuern.

4. Umwelt- und Lebensstilfaktoren

  • Rauchen gilt als einer der stärksten externen Risikofaktoren.
  • Eine westliche Ernährung mit viel Fett und Zucker wird diskutiert.
  • Antibiotika in früher Kindheit oder ein sehr „steriles“ Umfeld könnten Einfluss haben.

5. Infektionen oder Trigger-Ereignisse

Bestimmte Darminfektionen, Stressphasen oder starke körperliche Belastungen können einen ersten Schub auslösen, wenn eine genetische oder immunologische Veranlagung besteht.

Zusammengefasst

Morbus Crohn entsteht meist durch eine Kombination aus Erbanlagen, Immunreaktionen, Darmflora und Umweltfaktoren. Ein einzelner, klarer Auslöser ist bisher nicht bekannt.

Was beruhigt den Darm bei Morbus Crohn?


Wenn du Morbus Crohn hast oder einen Schub spürst, gibt es verschiedene Maßnahmen, die den Darm beruhigen und Beschwerden lindern können. Wichtig: Jeder Mensch reagiert anders – teste vorsichtig, was dir guttut.

1. Schonende Ernährung

  • Leicht verdauliche Lebensmittel wie Reis, Kartoffeln, Haferbrei, Bananen oder gekochtes Gemüse
  • Fettarme Speisen statt schwerer, frittierter oder stark gewürzter Gerichte
  • Kleine Mahlzeiten statt großer Portionen
  • Individuelle Trigger meiden – z. B. Milchprodukte, rohes Gemüse, Zucker, Alkohol (je nach Verträglichkeit)

2. Ausreichend Flüssigkeit

Viel trinken beruhigt den Darm und gleicht Verlust durch Durchfall aus. Ideal sind:

3. Wärme

Eine Wärmflasche oder ein Wärmekissen kann Bauchkrämpfe lösen und entspannen.

4. Stressreduktion

Stress ist ein häufiger Trigger. Was vielen hilft:

  • tiefe Atemübungen
  • Meditation oder Achtsamkeit
  • Yoga (sanfte Varianten)
  • Spaziergänge

5. Ruhe und Schlaf

Der Körper regeneriert sich besser, wenn du ausreichend Schlaf bekommst und dich ausruhst – besonders während eines Schubs.

6. Medikamente nach Absprache

In Abstimmung mit deiner Ärztin oder deinem Arzt können folgende Mittel den Darm beruhigen:

  • Budesonid oder andere Kortikosteroide zur Schubbehandlung
  • Krampflöser bei starken Bauchkrämpfen
  • Probiotika (bei manchen hilfreich, bei anderen nicht – individuell testen)

7. Entzündungsarme Ernährung in der Remission

Um den Darm langfristig ruhig zu halten, profitieren viele von einer entzündungsarmen Ernährung:

Wichtig

Diese Maßnahmen können deinen Darm beruhigen, ersetzen aber keine ärztliche Therapie. Bei starken Beschwerden, Blut im Stuhl, Fieber oder Verdacht auf einen Schub solltest du unbedingt medizinischen Rat einholen.

Wie hoch ist die Lebenserwartung bei Morbus Crohn?


Die gute Nachricht zuerst: Die Lebenserwartung bei Morbus Crohn ist heute nahezu normal. Dank moderner Medikamente, regelmäßiger Kontrollen und schneller Behandlung von Schüben leben die meisten Betroffenen genauso lange wie Menschen ohne die Erkrankung.

Warum ist die Lebenserwartung kaum eingeschränkt?

  • Komplikationen können frühzeitig erkannt und behandelt werden.
  • Moderne Therapien (Biologika, Immunsuppressiva) verhindern schwere Verläufe.
  • Bessere Ernährungstherapie und Früherkennung von Mangelzuständen.
  • Regelmäßige Vorsorge senkt das Risiko langfristiger Schäden.

Wann kann das Risiko erhöht sein?

Ein leicht erhöhtes Risiko besteht bei Betroffenen, die:

  • die Erkrankung nicht behandeln lassen,
  • sehr häufige oder schwere Schübe haben,
  • komplexe Komplikationen wie Fisteln, Abszesse oder Darmverschlüsse entwickeln,
  • oder weiter rauchen – da Rauchen den Verlauf deutlich verschlechtert.

Langfristige Aussicht

Auch wenn Morbus Crohn chronisch bleibt, können die meisten Betroffenen mit der richtigen Betreuung ein vollkommen normales Leben führen – beruflich, privat und sozial.

Wichtig

Die Lebenserwartung hängt vor allem davon ab, wie gut die Erkrankung behandelt wird. Regelmäßige gastroenterologische Kontrollen und eine konsequente Therapie sind entscheidend.

Was sind die Symptome von Morbus Crohn?


Morbus Crohn kann sich sehr unterschiedlich äußern, da die Erkrankung überall im Magen-Darm-Trakt auftreten kann. Die Symptome hängen davon ab, welcher Abschnitt betroffen ist und wie stark die Entzündung ausgeprägt ist.

Typische Symptome im Magen-Darm-Bereich

  • Durchfall – häufig chronisch, manchmal mehrmals täglich
  • Bauchschmerzen – oft im rechten Unterbauch
  • Gewichtsverlust aufgrund verminderter Aufnahme von Nährstoffen
  • Blähungen, Krämpfe und Völlegefühl
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Blut oder Schleim im Stuhl (seltener als bei Colitis ulcerosa)

Allgemeine Symptome

  • Müdigkeit und Erschöpfung (Fatigue)
  • Fieber – besonders in akuten Schüben
  • Appetitlosigkeit
  • Nährstoffmängel wie Eisen- oder Vitaminmangel

Komplikationsbedingte Symptome

  • Stenosen (Darmverengungen): kolikartige Schmerzen, Übelkeit, Darmverschluss
  • Fisteln: eitriger Ausfluss, Schmerzen, wiederkehrende Infektionen
  • Abszesse: starke Schmerzen, Fieber, Schwellungen

Extraintestinale Symptome (außerhalb des Darms)

  • Gelenkbeschwerden oder Arthritis
  • Augenentzündungen wie Uveitis oder Episkleritis
  • Hautveränderungen, z. B. Erythema nodosum (schmerzhafte Knoten)
  • Leber- und Gallenprobleme

Zusammengefasst

Die Symptome von Morbus Crohn reichen von Durchfall und Bauchschmerzen bis hin zu Fieber, Gewichtsverlust und Beschwerden außerhalb des Darms. Die Erkrankung verläuft oft in Schüben, sodass die Intensität der Symptome stark schwanken kann.

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Einige unserer Produkte enthalten Nährstoffe, die zu einer normalen Verdauung, einem normalen Energiestoffwechsel oder einer ausgewogenen Ernährung beitragen können. Die Angaben beziehen sich auf allgemeine, gesetzlich zugelassene Wirkungen von Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen – nicht auf die Behandlung von Krankheiten.

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Hinweis: Unsere Produkte dienen der allgemeinen Unterstützung der Ernährung. Sie sind nicht zur Behandlung, Linderung oder Prävention von Krankheiten bestimmt.

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